2014 Verabschiedung_Wegmann12014 Verabschiedung_Wegmann2Auch wenn er sich noch so anstrengt: Mit diesem Monstrum dürfte er auf dem Center Court nicht den Hauch einer Chance haben. Viel zu unhandlich, viel zu schwer. Und so ist der überdimensionale Tennisschläger, den Marita Veismann stellvertretend für die Kolleginnen  und Kollegen aus dem Bildungsgang „Steuern“ an Franz-Josef Wegmann überreicht, auch als Symbol gedacht. Nämlich für den Ruhestand und damit eben auch für mehr Zeit, die der Pädagoge nun für seine Hobbys hat. Unter anderem für das Tennisspielen. ...

Allerdings ist das Abschiedsgeschenk nicht nur als Erinnerung gedacht, sondern durchaus mit Schweiß verbunden. Die Ex-Kollegen aus der Fachschule für Wirtschaft spendieren dem Neu-Pensionär einige Trainingsstunden. Natürlich mit normalem Schläger. Schulleiter Ralf König kommt ebenfalls nicht mir leeren Händen, er überreicht die Entlassungs-Urkunde und spricht Franz-Josef Wegmann „meinen herzlichen Dank aus für all das Geleistete zum Wohle unserer Schule“. Nach 33 Jahren als Lehrer an den Kaufmännischen Schulen geht Franz-Josef Wegmann in den Ruhestand.

Ralf König lässt den Werdegang Wegmanns noch einmal Revue passieren und erinnert an Stationen seines Berufslebens: etwa die Ausbildung zum Steuerfachangestellter in Emsdetten, das Studium an der Fachhochschule Münster mit dem Abschluss als Diplom-Betriebswirt sowie das anschließende Uni-Studium mit den Fächern Politik/Geschichte und Pädagogik. Nach dem Referendariat in Bielefeld trat der Emsdettener seine erste Stelle in Coesfeld an, um aber schon 1981 an seine „Wunschschule“ in Rheine zu wechseln.

Ralf König bedankt sich für das „vielfältige Engagement“ Wegmanns für die Schule im Laufe der vergangenen 33 Jahre, ruft aber auch seine vielen Funktionen zum Beispiel im Berufsbildungsausschuss der Steuerberaterkammern Düsseldorf, Köln und Westfalen-Lippe in Erinnerung. Er habe Lehrkräfte in den neuen Bundesländern ausgebildet, an Lehrplänen mitgearbeitet und Aufsätze in Fachzeitschriften veröffentlicht. Als besonders wichtig für die Kaufmännischen Schulen bezeichnete König die Gründung der „Fachschule für Wirtschaft“ mit den Schwerpunkten Steuern und Rechnungswesen, die weit über Rheine hinaus bekannt sei: „Das ist dein Kind. Damit hast du den Bereich Weiterbildung fest an unserer Schule etabliert. Darauf kannst du mit Recht stolz sein.“

In seinem Dank an den Schulleiter und die Kolleginnen und Kollegen betont Wegmann die große Bedeutung der Berufsschul-Abschlussprüfungen. Das Bestehen hänge größtenteils von der Leistung in der Berufsschule ab, an der die Kollegen eine große Verantwortung trügen. Mit Blick auf die Ergebnisse in Rheine könne man aber auf die Erfolge der letzten Jahre sehr stolz sein.

Damit verbunden sei auch ein sehr gutes Schulklima, welches die Schüler positiv in Erinnerung behielten. „Denn gerade dann sind sie auch ermutigt, an den Kaufmännischen Schulen Rheine die Angebote der beruflichen Weiterbildung zu nutzen“, meint Wegmann.

Dass die Nachfrage nach Bildung, insbesondere nach Weiterbildung in der Fachschule für Wirtschaft, so bleiben möge, dass wünschte der scheidende Lehrer zum Schluss. Den Kollegen wolle er aus den vielen Jahren seiner Erfahrung vor allem sagen, neugierig auf neue Bildungswege zu bleiben, auch dann, wenn sie anfangs mit hohem persönlichen Einsatz verbunden seien.