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Ende der Dienstzeit – zumindest an den Kaufmännischen Schulen. Dreieinhalb Jahre hat Martina Becker-Lenz als stellvertretende Schulleiterin in Rheine gearbeitet. Nun schließt sie dieses Karriere-Kapitel und geht als Schulleiterin an das Ludwig-Erhard-Berufskolleg in Münster. „Der RE 7 werde ich nicht hinterher weinen“, spielt sie auf die langen Zeiten im Zug an. „Aber diese Schule und euch zu verlassen macht mich schon traurig, auch wenn ich mich auf die neue Aufgabe freue.“
Seine scheidende Stellvertreterin habe zur Weiterentwicklung der Schule nicht unwesentlich beigetragen, meint Schulleiter Ralf König. Er nennt vor allem technische Neuerungen bei der Gestaltung des Stundenplanes, Mitarbeit am Vertretungskonzept und die Einrichtung von Bereitschaften. „Das zeigt, dass dir die gerechte und transparente Verteilung von Belastungen immer ein großes Anliegen war“, so König. Referendar-Ausbildung, Bildungsgangleitung und Personalverwaltung seien nur einige der Aufgaben, um die sich Becker-Lenz gekümmert habe. „Ich wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute und eine erfolgreiche Arbeit an deiner neuen Schule“, verabschiedet König die Ex-Kollegin und verspricht: „Wir sehen uns.“ 

Christian Sondermann, Vorsitzender des Lehrerrates, hat versucht, sich in die Gefühlswelt der Kollegin hinein zu versetzen, „als du 2015 als ,Neue´ von draußen zu uns kamst“. Auf der einen Seite sei sicher Freude über die neue Aufgabe gewesen, an der man beruflich und persönlich wachsen könne, auf der anderen Seite wohl Ängstlichkeit, weil man nicht wisse, worauf man sich da eingelassen habe. Auch vor dem Hintergrund der großen Fußstapfen, die der Vorgänger hinterlassen habe und der vielen neuen Aufgaben, die echtes Neuland gewesen seien. „Ich darf gestehen, dass ich es schon bemerkenswert finde, mit welcher Gelassenheit und Aufgeschlossenheit du dich dieser Situation gestellt hast“, sagt Sondermann. So allmählich „keimte dann auch bei den Skeptikern die Hoffnung, dass der nicht durch jahrelange Gewohnheiten getrübte Blick einer ,Neuen´ durchaus auch neue Chancen für die Schule eröffnen könnte.“ Sondermann wünscht Becker-Lenz, dass sie in Zukunft „viel Schulentwicklung im besten Sinne des Wortes“ betreiben kann und dass das neue Kollegium ihr aufgeschlossen gegenüber tritt, „nicht obwohl du die Neue bist, sondern weil du es bist.“ 
Martina Becker-Lenz ist bewegt, als sie ihre Abschiedsworte ans Kollegium richtet. Der offene, freundliche und zugewandte Umgang der Kolleginnen und Kollegen an den Kaufmännischen Schulen sei ihr sofort aufgefallen. Außerdem die vielen außerunterrichtlichen Aktivitäten wie etwa Projekte. „Das zeigt für mich eine starke Identifikation des Kollegiums, aber auch der Schülerinnen und Schüler, mit ihrer Schule. Das ist etwas, was diese Schule auszeichnet.“ Und man spüre, dass den Lehrern die Schüler am Herzen lägen. Der schuleigene Slogan „Das Wir gewinnt“ sei keine bloße Werbebotschaft, sondern eine innere Haltung, die gelebt werde. 
Sie nehme aus der Zeit an den Kaufmännischen Schulen vieles mit, dafür wollen sie sich bedanken: beim Sekretariat („Ihr seid eine tolles Team und leistet hervorragende Arbeit“), bei den für die Referendare zuständigen Kolleginnen und Kollegen („Ihr macht einen außerordentlich guten Job“), beim Lehrerrat („Danke für die Offenheit und Bereitschaft, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und unterschiedliche Positionen zu bedenken“), bei den Studiendirektoren („Ihr arbeitet mit viel Engagement daran, die Schule zu verbessern. Das gelingt euch hervorragend“) und bei ihrer Kollegin im Stundenplan-Büro Elke Simon („Ich bewundere dich für deine ruhige und immer freundliche Art, den Kollegen zu begegnen“). In Richtung Schulleiter Ralf König gewandt sagt Martina Becker-Lenz, dass sie ihm mehr zu verdanken habe, als er vielleicht ahne. „Du setzt Vertrauen in die Menschen, mit denen du arbeitest und lässt sie einfach machen, ohne gleichgültig zu sein. Das nehme ich als ganz große Stärke an dir wahr.“ Auch sie habe viele Gelegenheiten bekommen, auszuprobieren, weiterzuentwickeln und Entscheidungen zu treffen. „Dadurch konnte ich viel lernen, persönlich und für meine künftige Tätigkeit.“ Sie wünscht ihm weiterhin eine gute Hand für die Führung der Schule: „Ich weiß, wie sie dir am Herzen liegt.“ 
Geschenke der Fachkollegen entgegennehmen, Hände schütteln, Umarmungen – dann endet für Martina Becker-Lenz die „Schulzeit“ in Rheine.

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