2017 Schuldnerberatung1„Wenn ich erst einmal einen festen Job habe, werde ich mir eine eigene Bude zulegen!“ So oder so ähnlich lauten oft die Zukunftspläne der Schülerinnen und Schüler, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen. Nur – wer soll das bezahlen? „Was kostet das Leben denn schon?“ – so lautet das Thema, über das Heinrich Segbers und Nina Renna vom Amt für Schuldnerberatung und Prävention des Kreises Steinfurt mit den Schülern und Schülerinnen aus der Unterstufe der Handelsschule in Rheine diskutieren.
Die Schülerinnen und Schüler staunen nicht schlecht, als sie hören, dass man schon mal 1000 Euro netto zur Verfügung haben sollte, um so einigermaßen allein über die Runden kommen zu können. Eine typische Schuldenfalle sind die Handys – 86 % der Schulden laufen bei den Telekommunikations-Unternehmen auf.


Sehr oft geraten einige aber auch ganz unverschuldet in finanzielle Not: Krankheit, Trennung und Arbeitslosigkeit sind hier zu nennen. „Aber was passiert denn eigentlich, wenn man seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann!“, fragt eine Schülerin ganz besorgt. Genau dies sollte eigentlich vermieden werden, meint Heinrich Segbers. Er informiert über das Mahnverfahren, die Privatinsolvenz und die Schufa-Eintragungen. Und dann hören die Schülerinnen und Schüler ganz erstaunt zu, als der Fachmann berichtet, dass eine unbezahlte Rechnung in Höhe von etwa 90 € auch schnell mal mit einem Mahnverfahren auf 700 € steigen kann.