Logo Roterkeil2015 Kindesmissbrauch Aktionstag2Seit Jahren setzt sich unsere Schule gegen Kindesmissbrauch und Kinderprostitution ein.2015 Kindesmissbrauch Aktionstag1Daniel Rene´ wird von seinen eigenen Erfahrungen berichten.Das Datum ist - im wahrsten Sinne des Wortes - rot im Schulkalender angestrichen: Am 12. März werden die Kaufmännischen Schulen Rheine zur ersten „roterkeil.net-Schule" in Nordrhein-Westfalen. „Wir wollen ganz klar Stellung beziehen und nach außen dokumentieren, dass wir uns als Schule unmissverständlich gegen Kinderprostitution und Kindesmissbrauch einsetzen", sagt Religions-Fachlehrer Dieter Tebbe, der gemeinsam mit den Kollegen Cathrin Fielers und Markus Doerr den Aktionstag organisiert. Roterkeil.net ist ein Netzwerk gegen Kinderprostitution, das 1999 von Dr. Jochen Reidegeld (stellvertretender Generalvikar des Bistums Münster) gegründet wurde. Seit 2009 arbeiten die Kaufmännischen Schulen und roterkeil.net eng zusammen und beleuchteten das emotionale Thema bislang aus vielen Perspektiven in vielen unterschiedlichen Projekten. Am 12. März werden Schülerinnen und Schüler morgens gemeinsam mit Fachleuten aus unterschiedlichen Hilfseinrichtungen arbeiten und ihre Ergebnisse in großer Runde präsentieren. Am Abend lädt die Schule darüber hinaus alle Interessierten zu einem öffentlichen Podiumsgespräch ein.

In aller Offenheit, aber natürlich immer mit der erforderlichen Zurückhaltung, werden unterschiedliche Aspekte zu den Themen Missbrauch und Prostitution bei Kindern und Jugendlichen angesprochen. Die Experten-Runde setzt sich aus folgenden Gästen zusammen:

  • Dr. Jochen Reidegeld und Ulla Freermann werden das Netzwerk roterkeil.net vorstellen und erläutern, wie und wo es Hilfe leistet.
  • Bärbel Kannemann reist aus Berlin an und wird über „loverboys" berichten. Das sind attraktive Männer, die jungen Mädchen die große Liebe vorgaukeln, sie emotional abhängig machen, aber doch nur ein Ziel haben: sie zur Prostitution zu zwingen. Wie kann man Mädchen davor schützen?
  • Anna Lüttich arbeitet bei „karo e.V." und reist aus Plauen an der Grenze zu Tschechien an. Sie wird erzählen, wie Kinder, auch Kleinkinder, im Grenzgebiet stundenweise an Freier verkauft werden. Ein Großteil der Männer kommt aus Deutschland.
  • Benjamin Pütter wird den Weg aus Freiburg nach Rheine antreten und als Vertreter von ECPAT über die unterschiedlichsten Formen des Sextourismus informieren.
  • Ingo Fock von „gegen-missbrauch.de" aus Göttingen berichtet, welche Rolle das Internet spielt, welche Gefahren für Kinder und Jugendliche sich dort auftun.
  • Silvia Vorhauer von der „Dortmunder Mitternachtsmission" gibt einen Einblick in ihre Arbeit als Streetworkerin und zeigt an Fallbeispielen das Schicksal junger Frauen auf.
  • Ralf Rötten von „subway" Berlin beschreibt das Leben Jugendlicher, die in der Hauptstadt anschaffen gehen (müssen).
  • Daniel Rene´ ist ein besonderer Gast. Er kommt bereits zum dritten Mal an die Kaufmännischen Schulen und stellt sein Leben vor. Dieses nahm eine schreckliche Wende, als er im Alter von sechs Jahren vom Hausmeister seiner Schule missbraucht, an ältere Männer weiter vermittelt wurde und auf den Straßen Berlins einige Jahre der Prostitution nachgehen musste. Bei den beiden Besuchen in der Schule beeindruckte er die Schülerinnen und Schüler durch seine Offenheit und Authentizität.

An diesem Abend stellen diese Gäste ihre Erfahrungen vor und antworten auf Fragen. Wer unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit einer Referentin oder einem Referenten sprechen möchte, kann sich später in ein Klassenzimmer zurückziehen.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Aula. Der Eintritt ist frei. Ein Hinweis: Auf Fotos von Besucherinnen und Besuchern wird verzichtet.

Wer sich informieren möchte, kann sich an die Kaufmännischen Schulen Rheine, Telefon 05971/92080, wenden. Oder: www.kfmschulen.de

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