2018 19 KickOff Gründerpreis1„Vor dem Spiel ist nach dem Spiel“, ist die Devise der Kaufmännischen Schulen Rheine und der Stadtsparkasse Rheine beim Deutschen Gründerpreis für Schüler. Denn gerade erst wurde die Schule vom Sparkassenverband Westfalen-Lippe für ihr Engagement und ihre hervorragenden Ergebnisse beim Gründerpreis für Schüler 2018 mit einem Sonderpreisgeld von 4.000 Euro für die Anschaffung neuer Technik ausgezeichnet, da findet bereits die Kick-Off Veranstaltung für die nächste Spielrunde des Existenzgründungsspiels in der Sparkasse Rheine statt. „Wir konnten mit dem Geld iPads, Mikrofone und Kopfhörer anschaffen. Dies gibt uns die Möglichkeit in der neuen Spielrunde noch professioneller zu arbeiten“, ist Lehrer Tobias Raue sichtlich stolz auf seine Schüler. Alle Rheinenser Gruppen hatten es im letzten Jahr unter die Top Ten auf Verbandsebene geschafft.

An dem Online-Planspiel Deutscher Gründerpreis für Schüler nehmen jährlich mehr als 4.000 Schüler teil. Sie bauen ihr eigenes fiktives Unternehmen auf und entwickeln Schritt für Schritt ein tragfähiges Unternehmenskonzept. Ziel des Wettbewerbs ist es, Schülern frühzeitig wirtschaftliches Fachwissen zu vermitteln und ihnen Mut zu machen, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Seit 1999 haben rund 80.000 Schüler am Deutschen Gründerpreis teilge-nommen. Dies sind deutschlandweit jährlich rund 900 teilnehmende Teams, unter denen sich die Rheinenser jedes Jahr aufs Neue gut behaupten.

Der gerade gewonnene Preis gibt den neuen Teams nun noch mehr Motivation am Ende des Existenzgründungsplanspiels ebenso oder noch erfolgreicher dazustehen. Bis zum 22. Februar können sich die Gruppen für das Planspiel anmelden. Den Rat von Sparkassenbetreuer Frank Lammering, dass nur der Tüchtige Glück hat, haben die Schüler bestens verinnerlicht. Mit ihrem Lehrer und Coach Tobias Raue haben alle drei Teams im Vorfeld eine Geschäftsidee entwickelt und konnten diese nun bereits bei der Kick-Off Veranstaltung in der Sparkasse Rheine präsentieren.

Sparkassenvorstand Rolf Harig begrüßte die Schüler in der Sparkasse und betonte die außerordentlich gute und wertvolle Zusam-menarbeit der Sparkasse mit den Kaufmännischen Schulen Rheine im Rahmen des Planspiels.

„Die Sparkasse, als größte Finanzgruppe in Deutschland, ist Spezialist in Sachen Existenzgründung, denn statistisch wird jede zweite Existenzgründung von der Sparkassen-finanzgruppe betreut“, untermauert Rolf Harig die Wichtigkeit des Themas Existenzgründung in der Sparkasse und weist damit auf das perfekte Match der Schüler mit der Sparkasse im Hinblick auf eine professionelle Betreuung beim Deutschen Gründerpreis hin.

Eine Fahrraddiebstahl mit einem modernen Fahrradschloss verhindern, darum drehten sich die Gedanken des Schülerteams CHAPA. Der Name stammt aus dem Spanischen und bedeutet Schloss. „Wir wollen kräftig in die Pedale treten“, ist der Motivationsgedanke des Teams. Denn das innovative Schloss bietet zahlreiche Features für potenzielle Anwender und wird mit dem Smartphone über eine App gesteuert. Besonders die Sharing-Funktion ist eine Innovation, die dem Anwender erlaubt eine andere Person zur Öffnung des Schlosses zu bevollmächtigen. Diese Funktion dürfte besonders Fahrradvermietungen interessieren. Auch gibt es eine GPS-Ortung zum Wiederfinden des Rades an hochfrequentierten Bahnhöfen. Unterstützt wird diese Funktion mit einer LED-Beleuchtung, die auch über die App gesteuert wird und ein optisches Signal an den Suchenden sendet. Solarzellen versorgen das Schloss durchgängig mit Strom. Ein Alarmton verringert das Diebstahlrisiko durch den Abschreckungseffekt und ein Notfall-Pin gewährleistet die problemlose Öffnung des Schlosses auch ohne das Handy. Ein schöner Nebenaspekt ist der Umweltgedanke, dass die Menschen durch CHAPA wieder mehr zum Fahrrad fahren animiert werden. Man sieht, die jungen Existenzgründer haben an alles gedacht und betreten damit einen riesigen Markt. In Deutschland gibt es rund 73 Mio. Fahrräder. Die Diebstahlzahlen liegen bei ca. 300.000 Rädern pro Jahr, betrachtet man nur das Münsterland.

Dem Problem der Lebensmittelverschwendung in Deutschland hat sich Team Nummer zwei zugewandt. STOOD steht für „Still Good?“ und behandelt genau dieses Thema. 56,1 % aller Lebensmittel werden aufgrund ihrer begrenzten Haltbarkeit entsorgt. Viele Lebensmittel könnten jedoch noch verzehrt werden. Besonders drastisch ist die Verschwendungsquote bei Obst und Gemüse. Darauf folgt das Wegschmeißen von selbst zubereiteten Speisen. Es handelt sich also um Lebensmittel, die kein aufgedrucktes Haltbarkeitsdatum aufweisen. Das Team möchte einen Chip auf den Markt bringen, der in Frischhaltedosen mit Lebensmittel eingesetzt wird. Er entspricht ungefähr der Größe einer Zwei-Euro Münze. In der Frischhaltedose misst er die durch Bakterienzersetzung entstehenden Gase auf die Genießbarkeit der Lebensmittel. Alle Ergebnisse sind in einer App übersichtlich abzulesen. In einer Skala von 1 (frisch) bis 10 (verdorben) stellt der Chip von STOOD den Frischegrad des Produktes dar. So wird Essen, was noch gut ist, nicht mehr weggeworfen und die Verschwendung von kostbaren Lebensmitteln hätte ein Ende.

„TAPPER- Kein Weg ist umsonst!“, lautet der Slogan des dritten Rheinenser Teams. Durch den Austritt aus der Atomkraft und den nahenden Weggang aus der Kohlekraft steht Deutschland vor der Aufgabe erneuerbare Energien zu forcieren. Eine Möglichkeit bietet TAPPER mit Energiegewinnungsplatten, die im Straßenverkehr eingesetzt werden sollen. Sie wandeln die Bewegungsenergie der PKWs in Strom um. Dabei werden die Platten in die Straße eingelassen. Beim Überfahren der Platte wird diese leicht heruntergedrückt und betätigt einen Generator, der Strom erzeugt. Besonders an vielbefahrenen Kreuzungen glaubt das Team an eine erfolgreiche Methode zur Energiegewinnung. „Warum also wertvolle Energie verpuffen lassen?“, hat sich das Team TAPPER gefragt.

Nach der Präsentation der Geschäftsideen werden den Teams nun bis zum 15. Mai neun Aufgaben gestellt. Diese gilt es, fristgerecht zu bearbeiten und ihrer Geschäftsidee damit den nötigen Feinschliff zu geben. Die Sparkasse als Spielbetreuer steht den Schülern dabei mit Rat und Tat zur Seite. Besonders bei der Gewinnung eines Unternehmenspaten für eine Experten-meinung unterstützt die Sparkasse ihre Teams, aber auch bei allen sonstigen Fragen ist Spielbetreuer und Firmenkundenleiter Frank Lammering von der Sparkasse Rheine Ansprechpartner für die Teilnehmer. „Wir haben wieder drei überzeugende Schülerpräsentationen erlebt und sind gespannt auf die Ergebnisse der Teams am Ende der Spielrunde 2019“, freuen sich Rolf Harig, Frank Lammering, Tobias Raue und Schulleiter Ralf König auf die neue Spielrunde.

Bild: Startschuss für den Deutschen Gründerpreis für Schüler! Sparkassenvorstand Rolf Harig (rechts, stehend), Spielbetreuer Frank Lammering (links, stehend) sowie Schulleiter Ralf König (vierter von links, stehend) und Lehrer Tobias Raue (rechts, hockend) drücken den Schülern die Daumen.

 

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