2018 Deutscher Gründerpreis32018 Deutscher Gründerpreis1Pressemitteilung der Stadtsparkasse Rheine, 20. Juni 2018 ... 

Erfolgreichster Jahrgang der Kaufmännischen Schulen beim Deutschen Gründerpreis/ Lokale Siegerehrung in der Stadtsparkasse

„Think big“ ist eigentlich das Lebensmotto der Amerikaner. Doch genau das gab Frank Lammering, Firmenkundenleiter und Sparkassenbetreuer des Deutschen Gründerpreis für Schüler in Rheine, den Schülern nach dem erfolgreichen Abschneiden beim Deutschen Gründerpreis mit auf den Weg. „Deutsche neigen dazu, die Fantasie für größere Dinge und den Mut, Ideen zu verwirklichen, zu verlieren. Doch Erfolg hat nur ein Wort: Tun!“, war sein Apell an die jungen Erwachsenen.

 

2018 Deutscher Gründerpreis2Getan haben sie einiges während der viermonatigen Spielphase, in der von der ersten Idee bis hin zur theoretischen Existenzgründung alle Stufen durchlaufen wurden. Dabei erzielten die vier Gruppen, die an dieser Spielphase teilgenommen haben, sensationelle Ergebnisse. Eine Gruppe darf zur Siegerehrung der zehn Besten von über 800 Gruppen nach Hamburg fahren. Darüber hinaus durfte Frank Lammering saftige Preisgelder an alle Rheinenser Teams verteilen.

„Mir kommt es vor, als ob es gestern war, als ich Sie bei der Kickoff Veranstaltung in der Sparkasse begrüßen durfte“, mit diesen Worten leitete Sparkassenvorstand Thomas Prochmann die Siegerehrung ein und erinnerte sich dabei noch genau an den Startschuss für das Existenzgründer-Planspiel im Januar 2018.

Taffe Geschäftsleute sind aus den Teammitgliedern geworden, die ihre anfängliche, rohe Produktidee im Laufe des Planspiels in Form gepresst haben und bis zur theoretischen Marktreife weiterentwickelten. Mit Freude war anzusehen, wie sich die „Jungunternehmer“ mit den Produkten identifizierten und eine schlagkräftige Präsentation nach der anderen hinlegten. Auch reiften sie persönlich an diesen Aufgaben. „Wir haben uns Teamregeln überlegt und jedem eine Aufgabe im Unternehmen zugewiesen. Die Funktionen im Unternehmen haben sich anhand der Fähigkeiten der Teammitglieder innerhalb des Planspiels herausgestellt und die gemeinsam bewältigten Hürden haben uns zusammengeschweißt“, resümierte das Team Heimatliebe.

Im Ranking der lokalen Siegerehrung in Rheine erreichten die Teams folgende Platzierungen: Platz 4 ging an „Save Way“ mit ihrer Idee eines Navigationsgerätes für sehgestörte oder sehbehinderte Menschen. Als Unternehmens-paten konnten sie den Caritasverband Rheine gewinnen. Daniel Leusmann, Leiter Finanz- und Rechnungswesen beim Caritasverband, war der Einladung zur Siegerehrung gefolgt und gratulierte ebenfalls seinem Team zur Platzierung. Dass „Save Way“ damit bundesweit den 35. Platz von 835 Teams erreichte, zeigt auf welchem hohen Niveau man sich in Rheine bewegt. Über Platz 3 durfte sich Team „Heimatliebe“ freuen. Sie arbeiteten das Konzept eines regionalen Supermarktes aus. Bundesweit landeten sie auf dem 30. Platz, im Verbandsgebiet sogar auf Platz 4. Den 2. Platz in Rheine belegte die Gruppe „amissa“, die eine digitale Uhr mit GPS Funktion entwickelte um verlorene Gegenstände mittels GPS-Aufklebern wiederfindet. Dieses Team verfehlte nur hauchdünn die Bundessiegerehrung in Hamburg. Bundesweit erzielten sie den 12. Platz. Auf Länderebene waren sie unter den Top Ten und erreichten einen beachtlichen 5. Rang. Sieger in Rheine wurde die Gruppe „Caution 11“. Sie arbeiteten sehr erfolgreich an einem Sender-Empfänger-System für Rettungsdienste, welches Autofahrern einen Hinweis gibt, dass sich ein Krankenwagen nähert und sie sich auf einem Rettungsweg befinden. Das Signal wird über mobile Netze an ein spezielles Navigationsgerät oder eine integrierte Software auf dem Bordcomputer gesteuert. „Wir möchten die Paniksituation für die Autofahrer verhindern. Denn sie können frühzeitig ausweichen oder ganz die Rettungsstrecke verlassen“, erklärt Caution 11. „Mut zur Lücke“ heißt der Slogan über dem Produkt. Dabei ist die Idee nicht nur, dass die Einsatzwagen schneller die Unfallstelle erreichen, sondern auch, dass das Unfallrisiko der Rettungskräfte minimiert wird und den Autofahrern die Möglichkeit gegeben wird, ohne Stress den Weg freizuräumen. „Wir hoffen und würden uns wünschen, dass Fahrzeughersteller in der Zukunft die Software als Standard in die Bordcomputer der Fahrzeuge einbauen und damit aktiv Leben retten“, ist das Team überzeugt von der Umsetzbarkeit und auch der Notwendigkeit ihres Produktes.

Eine Idee, die scheinbar auch die Fachjury derart überzeugte, dass sie unter den besten Zehn Deutschlands landete. Die genaue Platzierung auf Bundesebene ist noch unbekannt. Auf lokaler Ebene sowie Verbands- und Länderebene landete ihr Produkt auf dem Siegertreppchen. Mit großen Erwartungen schauen die Schüler sowie Lehrer Tobias Raue und Schulleiter Ralf König nun nach Hamburg. „Ich bin super stolz auf euch“, platzte es aus Schulleiter Ralf König heraus, der nicht umhin kam, die hervorragenden Ergebnisse direkt mit seinem Smartphone abzufotografieren. „Ihr seid der erfolgreichste Jahrgang unserer Schule beim Deutschen Gründerpreis“, ergänzte Lehrer und Coach Tobias Raue, der ebenso viel Geduld und Fleiß seit vielen Jahren in die Projekte der Schüler steckt. Ob das i-Tüpfelchen, die langersehnte Reise nach Berlin, die der bundesweit Erstplatzierte antreten darf, Wirklichkeit wird, bleibt mit Spannung abzuwarten.