2018 StartUp KickOff1378.000 Existenzgründungen gibt es jährlich in Deutschland. Voraussetzungen für eine nach-haltige Tätigkeit als Unternehmer sind neben einer überzeugenden Geschäftsidee, dass die Jungunternehmer ihr Kreditinstitut mit einem Businessplan, einem Chancen- und Risiko-Profil, einer Wettbewerbsanalyse und ihrer eigenen Persönlichkeit überzeugen. „Denn oft hängt alles vom (Start-) Kapital ab. Unternehmensgründer brauchen gerade in der Anfangsphase einen Finanzpartner, der den Einstieg in die Selbstständigkeit vorfinanziert, ihnen als verlässlicher Partner zur Seite steht und mit ihnen an die Geschäftsidee sowie an den daraus resultierenden Geschäftserfolg glaubt“, erklärt Sparkassenvorstand Thomas Prochmann eine Kernaufgabe der Sparkassenorganisation.

Sparkassen und ihre Verbundunternehmen sind der wichtigste kreditwirtschaftliche Partner der Unternehmen in Deutschland. Drei von vier deutschen Unternehmen sind Kunde bei einem Institut der Sparkassen-Finanzgruppe. Jede zweite Existenzgründungsfinanzierung wird von ihnen begleitet - dies spricht für das hohe Gründungs-Know-how der Sparkassen. „Gründer haben Mut und sind motiviert ihre Idee zu einem Erfolg zu machen. Es ist sehr spannend sie bei dem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten“, führt Frank Lammering, Marktbereichsleiter Firmenkunden von der Sparkasse, aus.
Doch nicht nur im realen Leben hilft die Sparkasse Existenzgründern auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Schon früh möchte das Geldinstitut für das Thema „Existenzgründung“ begeistern. Das bundesweite Gründerplanspiel „Deutscher Gründerpreis für Schüler“ wurde daher von den Sparkassen und anderen namhaften Unternehmen, wie Porsche dem stern und dem ZDF, ins Leben gerufen. Seit 1999 haben bereits 78.000 Schüler am bundesweiten Planspiel teilgenommen.
Auch in Rheine starten die Kaufmännischen Schulen mit Lehrer und Coach Tobias Raue in die neue Spielphase. „Nach vier Jahren in Folge, in denen wir mit einem oder mehreren Teams nach Hamburg zur Siegerehrung der besten Zehn reisen durften, möchten wir natürlich daran anknüpfen und zusammen mit der Sparkasse Rheine als unserem treuen Partner im Planspiel gemeinsam davon profitieren“, betont Tobias Raue die hohe Erwartung, die sich die Schule für die Spielphase 2018 gesteckt hat.
Frank Lammering, der das Planspiel in diesem Jahr zum ersten Mal als Sparkassenbetreuer mitbegleitet, hat das Erbe von Claudia Voß angetreten, die den Schulteams aus Rheine seit Beginn des Planspiels als Ansprechpartnerin zur Seite stand. „Ich bin gespannt auf diese neue Erfahrung. Ich war selbst auch noch nie bei der Verleihung des Deutschen Gründerpreis, der neben dem besten Schülerteam auch reale Existenzgründungen in Berlin ehrt. Ich würde mich freuen, wenn ein Team es an die Bundesspitze schafft“, ist Lammering jetzt schon gespannt auf die Ergebnisse der Gruppen.
Insgesamt gehen vier Teams für die Kaufmännischen Schulen an den Start. Mit vier völlig unterschiedlichen und hoch innovativen Geschäftsideen treten die Mannschaften die ersten Aufgaben des Planspiels an. Die Spielphase beginnt am 22. Februar und endet bereits am 9. Mai. Eine kurze und sehr intensive Zeit, in der es unter anderem um viel Disziplin geht, wie bei der strengen Einhaltung der Abgabefristen, genauen Absprachen sowie Einteilung von Aufgabenschwerpunkten.
Team „Heimatliebe“ hat sich das Konzept eines regionalen Supermarktes auf den Plan geschrieben, der mit den lokalen Lebensmittel-herstellern eng zusammenarbeitet und starken Wert auf Nachhaltigkeit legt.
„Find Me“ hilft besonders vergesslichen Menschen ihre Wertgegenstände mittels GPS-Aufklebern schnell und einfach über eine App oder ein Armband wiederzufinden.
Im Straßenverkehr ist „bluespot“ unterwegs. Aufgrund zahlreicher Berichterstattungen von Unfällen in Zusammenhang mit Kranken-fahrzeugen möchten sie PKWs mit einem Warnsystem ausstatten, welches Autofahrer mittels eines Signals darauf hinweist, dass sich ein Rettungswagen oder Notarzt nähert. So kann frühzeitig und ohne Kollision eine Rettungsgasse gebildet werden. Somit wird das Leben der Rettungskräfte besser geschützt und es kann schneller Hilfe am Unfallort geleistet werden.
Last but not least ist das Team „Ways for all“ mit einer App unterwegs. Diese App soll seh- oder hörbehinderten Menschen helfen, ohne Probleme von einem Ort zum anderen zu kommen. Sie zeigt bzw. erklärt die beste Strecke zum Ziel. Mit der genauen Angabe von Treppenstufen und anderen Hindernissen sollen die Nutzer sicher an ihr Ziel gelangen.
Auch Schulleiter Ralf König unterstützt seine Schüler und Lehrer Tobias Raue im Rahmen des Planspiels so gut er kann. „Ich weiß, dass Tobias Raue sehr viel Herzblut in diese Aufgabe legt. Er hätte es mal verdient als „bester Lehrer“ ausgezeichnet zu werden. Vielleicht haben wir in diesem Jahr das Glück, den Preis für die erfolgreichste Schule abzuräumen“, glaubt er an den Erfolg der Teams. Dazu liegt allerdings noch viel Arbeit vor den Schülern und ihrem Coach.
Für die folgende Spielphase drücken Thomas Prochmann und Frank Lammering die Daumen und hoffen auf ein erfolgreiches Abschneiden der Rheinenser Teams.