2014 Rollstuhl Spende1Zugegeben: Das Gebäude der Kaufmännischen Schulen ist meist erst auf den zweiten (oder dritten) Blick so richtig zu durchschauen. Wer es betritt, der muss sich erst einmal orientieren. Lange Flure mit einer Vielzahl von Klassenzimmern rechts und links, mehrere Treppenhäuser im Alt- und Neubau sowie einige verwinkelte Gänge erfordern zwar kein Navi, aber doch Konzentration. Wer einige Runden absolviert hat, der kann sich schließlich dann doch meist schnell orientieren. Rettungslos verlaufen hat sich im Haus des Lernens jedenfalls noch keiner.

Foto: Probefahrt im Paternoster: Beate Kampmann und Aylin Özdag (HO 2), die sich für das Foto zur Verfügung gestellt haben, zeigen, wie schnell und sicher der Transport mit dem Rollstuhl auch im Aufzug nun zu bewerkstelligen ist.

 

Etwas komplizierter allerdings wird es im Falle eines Notfalles. Denn dann ist Zeit der entscheidende Faktor. Da muss unter Umständen eine Schülerin oder ein Schüler schon mal mit der Trage aus dem dritten Stock in den Sanitätsraum getragen werden. Das ist kompliziert und anstrengend – und manchmal auch nervig und nicht ganz ungefährlich. Zwar verfügt die Schule über einen Aufzug, doch ist der Lift einer der engeren Sorte. Ziemlich schmal gebaut und für Rettungstransporte per Trage daher nur bedingt geeignet. Da müssen sich die Helfer in der Not an den Enden der Trage schon arg verwinden, um samt Patient ins Erdgeschoss zu kommen. Ausreichend plus, würde da der Lehrer sagen. Wenn überhaupt.

Umbauen geht natürlich nicht. Was tun? Die Rettung kam dieser Tage unversehens vom Sanitätshaus „B. Seidel GmbH" in Rheine. Die Fachleute vom Unternehmen an der Poststraße hatten von der komplizierten Trage-Technik gehört. Und wussten sofort Abhilfe: Sie spendeten den Kaufmännischen Schulen einen Rollstuhl. Einfach so. Kleines Fahrzeug – große Wirkung. Mit dem mobilen Krankensitz geht es ruckzuck ohne Zeitverlust ganz einfach die langen Flure entlang in Richtung Aufzug. Und weil eine Person zum Schieben des rollenden Retters reicht, ist nun auch genug Platz im Paternoster. Eins plus, würde der Lehrer wohl sagen.

Da bleibt den Kaufmännischen Schulen nur, der Firma Seidel aufrichtig ihren Dank abzustatten für dieses vorgezogene Weihnachtsgeschenk. Und ganz besonders freut sich die Sicherheitsbeauftragte der Kaufmännischen Schulen über das rollende Präsent: „Ich bin sehr froh, dass wir nun in der Lage sind, verletzte oder erkrankte Schülerinnen und Schüler schnell und sicher zum Sanitätsraum ins Erdgeschoss zu bringen."

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