2017 Gesundheitstage4

Hallo Mama, ich möchte morgen ausschlafen!“ Erst einmal ist die Zettel-Botschaft an die Mutter doch sehr beruhigend: Das Kind ist wohlbehalten von der Feier wieder nach Hause gekommen. Aufatmen. Beim genauen Hinsehen zeigt sich dann allerdings, dass es feucht-fröhlich zugegangen sein muss. Der Satz zieht sich schräg über das Blatt, weist merkwürdige, teils unleserliche Haken auf – und der letzte Buchstabe endet auf der Tischplatte. Kein Zweifel: Da war hundertprozentig Hochprozentiges ...

im Spiel. Wie sich Schreiben unter Alkoholeinfluss anfühlt, das konnten die Schülerinnen und Schüler an den beiden Gesundheitstagen testen. Aber stopp. Bevor ein falscher Eindruck entsteht: Simuliert wird der Schwips mit Hilfe einer Rauschbrille.

 Die AOK hat gleich einen ganzen Rausch-Parcours aufgebaut. Nach der Fete erst einmal das Fahrrad-Schloss öffnen. Geht ohne Promille problemlos. Mit berauschender Brille benötigt der ein oder andere aber schon einmal drei Versuche. Anschließend muss mit dem Roller ein Hütchen-Kurs abgefahren werden. Große Kurven und touchierte Hütchen machen klar: Wer trinkt, hat auf einem Fortbewegungsmittel nichts zu suchen. Gefährlich für sich und alle anderen. Und zum Schluss erweist sich das Haustür-Schloss einmal mehr als Hindernis – ganz zu schweigen von der verräterischen Botschaft an Mutti.
Am Tisch daneben findet sich eine Armada von Flaschen höchst unterschiedlicher Getränke. „Wie viel Alkohol steckt drin?“ lautet die AOK-Frage. Unterschiedlich gefüllte Becher mit roter Flüssigkeit sollen zugeordnet werden. da wird dann gerätselt und hin und her geschoben. Geschickt gemacht. Die Visualisierung erfüllt seinen Zweck: Der fast volle Becher verdeutlicht auf einen Blick, wie viel Alkohol z. B. in einer Flasche Rum steckt. Da weiß man dann, warum das Schreiben schwer fällt. 

Ein kleines Jubiläum: Zum 10. Mal finden die Tage der Gesundheit bei uns statt, organisiert von den Lehrern Inga Moss und Jens Renner. Sie bieten den Schülerinnen und Schülern an unterschiedlichen Stationen viele Gelegenheiten zum intensiven Nachdenken. Und zum Mitmachen. Dazu muss man am Stand der MFAM1 und MFAM2 (Medizinische Fachangestellte, Mittelstufe) aber Blut sehen können. Ein Tröpfchen reicht aus, um eine Blutzucker-Messung durchzuführen. Geht ohne viel Aufwand, Ergebnis sofort. Eine Blutdruck-Messung ergänzt den Schnell-Check. Auf großen Postern präsentieren die angehenden MFA´s die passenden Informationen über Diabetes. Da kann jeder leicht sehen: Sind meine Werte in Ordnung? Oder sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Einige Meter weiter mobilisiert die Techniker Krankenkasse (TKK) gemeinsam mit dem TV Jahn Rheine die Muskelkraft der Schülerinnen und Schüler. Brust und Rücken kräftig drücken, lautet das Motto am mobilen Messsystem. Mit dem „Back Check“ werden die tatsächliche Muskelkraft und die Funktion der Rumpfmuskulatur (etwa Bauch- und Rückenkraft) überprüft. Muskuläre Defizite und Dysbalancen fallen sofort auf. Viele Menschen, ganz gleich, ob sie Sport treiben oder nicht, weisen unausgewogene Kraftverhältnisse auf. Hieraus können sich zum Beispiel Fehlhaltungen ergeben, frühzeitiges Erkennen kann Spätfolgen vermeiden. Einmal mehr wird klar, wie wichtig Vorsorge ist – auch bei jungen Menschen.
Sozusagen Stammgäste der Gesundheitstage sind die Auszubildenden des Unternehmens Apetito. Sie verpacken ihre Infos in ein Quiz rund um das Thema Ernährung. Wie viel Zucker, wie viel Fett stecken eigentlich in den Nahrungsmitteln, die wir täglich – häufig ohne nachzudenken – konsumieren? Nach der Kommunikation über Kalorien hinterfragt dann doch der ein oder andere seine oft lieb gewonnenen, aber gesundheitsschädlichen Essgewohnheiten.
Die zehnte Auflage der Gesundheitstage wartet außerdem mit einem neuen Angebot des TV Jahn Rheine auf: Im Sportforum lauten die Vortrags-Themen „Abnehmen durch gesunde Ernährung“ und „Nahrungsergänzung beim Fitness Sport“. Referentin Carmen Wienkamp informiert über Muskelaufbau und die Bedeutung von Eiweiß für den Körper, erläutert die Berechnung des Eiweißbedarfs und stellt Vor- und Nachteile von Eiweiß-Shakes vor. Auf Interesse stößt auch das Thema Abnehmen mit dem leider ebenso bekannten wie verhassten Jojo-Effekt. Wie man diesen vermeiden kann, wie man Nährstoffe optimal verteilt und den Kalorienbedarf berechnet, darüber gab es ebenfalls Wissenswertes zu hören. Am Ende können die Schülerinnen und Schüler eine Körperfettmessung durchführen lassen. Vielleicht der Start zur Reduzierung von überflüssigen – und gesundheitsschädlichen – Kilos!?

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