Kopie von 2012 BeWegOlomt14

Valentina weiß noch nicht so ganz genau, wohin die berufliche Reise gehen soll. Bürokauffrau oder Arzthelferin, das sind ihre Alternativen. Valentina sitzt im Computerraum am Rechner und überlegt, welchen Beruf sie zuerst recherchieren soll. „Ich fange mit der Arzthelferin an", sagt sie dann entschlossen und klickt sich auf die Seite der Agentur für Arbeit. Valentina ist Schülerin der Unterstufe in der Handelsschule und nimmt am BeWegO-Projekt teil. Die Abkürzung steht für Berufsweg-Orientierung und ist fester Bestandtteil der schulischen Ausbildung im Berufsgrundschuljahr und in der Handelsschule.

 

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Am Projekttag bleiben Deutsch-, Mathe- und BWRW-Bücher zu Hause, die Schülerinnen und Schüler aus dem BGJ und der HU 1 und HU 2 beschäftigen sich ausschließlich mit ihrer beruflichen Laufbahn. Einige haben da schon – so wie Valentina – eine grobe Vorstellung, welche Ausbildung sie nach der Schule interessieren würde. Andere sind noch vollkommen unentschlossen und müssen sich erst orientieren. Dazu bietet der Projekttag genügend Möglichkeiten.

 

Er beginnt eigentlich schon eine Woche vorher. Denn über einen Zeitraum von sieben Tagen müssen die Schülerinnen und Schüler ihren Tagesablauf akribisch festhalten und in einem 24-Stunden-Kreis – farbig je nach Tätigkeit - dokumentieren. Bei der Betrachtung wird schnell klar: Freizeit spielt eine große Rolle und nimmt breiten Raum ein. Chillen eben. Danach folgt der Zeitsprung: Es wird simuliert, wie der Tag wohl aussieht, wenn alle erst im Arbeitsleben stehen. Und da wird ebenfalls schnell deutlich: Das Berufsleben wird später einen großen Teil des Tages füllen. Und die Erkenntnis daraus ist leicht formuliert: Es will wohlüberlegt sein, welchen Beruf man schließlich wählt.

Danach geht es an die Recherche per Computer. Welche Fähigkeiten habe ich? In welchem Beruf kann ich diese später einsetzen? Welcher Berufe kommen für mich überhaupt in Frage? Es entstehen dabei gleichzeitig großformatige Plakate mit wichtigen und ausführlichen Angaben zu den unterschiedlichsten Berufen, die später in der Klasse erläutert und aufgehängt werden. Dieser plakative Markt der beruflichen Möglichkeiten bietet dann später schließlich allen einen guten Überblick und Anreize, auch nach dem Projekttag weiter zu recherchieren.

Das ist für die Schülerinnen und Schüler im Berufsgrundschuljahr gerade ganz wichtig, denn sie stecken mitten in der Bewerbungsphase. Auch die Handelsschüler profitieren davon, denn für sie steht zurzeit die Suche nach einem Praktikumsplatz im nachmittäglichen Stundenplan. Und hier können die Weichen für das Berufsleben ja schon einmal in die richtige Richtung gestellt werden. Und auch Valentina ist am Ende des Tages sicher: „Ich möchte doch lieber Bürokauffrau werden, das interessiert mich sehr."

Zu den Fotos:

Im Computerraum suchen die Schülerinnen und Schüler der HU 2 unter Anleitung ihrer Lehrerin Doris Dingwerth nach Berufen, die ihren Fähigkeiten entsprechen.

   

Nach der Recherche erstellen die Schülerinnen und Schüler der HU 1 großformatige Plakate mit Hinweisen zu den einzelnen Berufen.