2020 AktuellesZFA1„Der Ton macht die Musik“: Wenn dieser altbekannte Spruch in einer Zahnarztpraxis fällt, dann denken einige sicher sofort an das beunruhigend-durchdringende Brummen des Bohrers mit seinen abschreckenden Tönen. Keine Sorge, das ist hier nicht gemeint. Es geht im wahrsten Sinne des Sprichwortes um den guten (Umgangs-)Ton in einer Praxis. Für den gerade die Zahnmedizinischen Fachangestellten mitverantwortlich sind. Sie haben oft den Erstkontakt mit den Patient*innen am Telefon, rufen im Wartezimmer auf, begleiten in den Behandlungsraum und können schon hier im besten Fall die Ängste vor dem Bohrer nehmen. Doch das beruhigende Gespräch mit den Patienten will gelernt sein. Am Besten mit einer Fachfrau. Einen Vormittag lang trainiert Andrea Tenambergen, Kommunikationstrainerin und Mediatorin, mit den Zahnmedizinischen Fachangestellten aus der Unterstufe (U1 und U2) unserer Schule in ganz konkreten Situationen effektives Kommunikations-Verhalten.

Was Patientengespräche betrifft, ist der Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten sehr anspruchsvoll. Sie haben es zu tun mit Kindern, Jugendlichen, aber auch älteren Menschen, die dann wieder ganz anders angesprochen werden müssen als die Mittdreißiger. Da gibt es die forschen Patient*innen ebenso wie die ängstlichen, die freundlichen ebenso wie die unhöflichen. Und was tun in Konflikt-Situationen, wenn Patienten sich lautstark beschweren? Oder zum dritten Mal einen Termin ändern wollen? Oder immer noch nicht ihre Krankenkassen-Karte vorgelegt haben? Ist die Zahnarzt-Mitarbeiterin dann auch noch im Stress, kann sie dann schnell über kommunikative Fallstricke stolpern.

Das Kommunikationstraining soll helfen, in diesen Gesprächs-Situationen zu bestehen. Da helfen die Anregungen und Tipps von Andrea Tenambergen den jungen Auszubildenden im beruflichen Alltag weiter: Umsetzung des Gelernten ist schon am nächsten Tag in der Praxis möglich. „Es geht insgesamt um einen wertschätzenden Umgang mit den Patient*innen“, beschreibt Andrea Tenambergen die Grundhaltung, die sie vermittelt. Kommunikative Kompetenz, gepaart mit Einfühlungsvermögen, das sind Voraussetzung, um den Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten erfolgreich ausüben zu können – zur Zufriedenheit der Patient*innen, der Ärzte, aber auch zur eigenen. Ein guter Umgangston in der Praxis macht eben die Musik.

 

 

 

 

 

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