2018 Abi Entlassfeier89Abi3„Darauf“, sagt Schulleiter Ralf König mit breitem Grinsen, „habe ich jahrelang gewartet.“ Er greift zielsicher nach der parat stehenden Flasche Bier. Gießt genussvoll den Gerstensaft in eine Tasse und nimmt unter Gelächter und Beifall einen tiefen Schluck zum Start seiner Ansprache. Symbol für eine besonders trinkfeste Abiturientia 2018? Keinesfalls. Aber passend zu deren doppeldeutigem Motto „Abiertur – jetzt gehts´s in die Wirtschaft“. Die hochprozentige Steilvorlage haben dem Schulleiter vorher die Moderatoren Lars Farwick und Tim Strickrodt gegeben, die in unserer Aula gleich zu Beginn der feierlichen Verabschiedung der 70 Abiturientinnen und Abiturienten miteinander angestoßen, aber nicht getrunken hatten. Das feuchtfröhliche Einstimungs-Prosit übernimmt nun der Schulleiter. 

Abi2Der letzte Schultag beginnt für die Abiturientia mit einem ökumenischen Wortgottesdienst in der St. Elisabeth Kirche. „Wir wollen in keine Fußstapfen treten, wir hinterlassen unsere eigenen“, unter dieser Überschrift haben die Lehrerkollegen Cathrin Fielers und Markus Doerr gemeinsam mit den Schülerinnen Antonia Zintel, Anna-Katharina Hartmann, Lucia Wiesmann, Marie Postmeier und Lioba Hövel diesen Gottesdienst, begleitet von den Geistlichen Rick und Lemanski sowie der Schüler-Lehrer-Band, gestellt und durchgeführt. Dieses Motto greifen viele der Redner auch in ihrer Ansprache auf.

Der Reigen der Redner startet mit dem Schulleiter, der den Jahrgang 2018 als den der „Poser“ und „Schauspieler“ bezeichnet. Das meint er nicht abwertend, sondern im wirklichen Wortsinn. Haben doch einige der Abiturienten bei der Erstellung der neuen Schulbroschüre und des Imagefilms als Models eine gute Figur gemacht – und somit schon da ihre (Fuß-)Spuren in der Schulgeschichte hinterlassen. Doch besonders freue ihn, meint König, „dass verhältnismäßig viele von Ihnen von namhaften Unternehmen heißbegehrte Ausbildungsplätze oder die Möglichkeit zu einem dualen Studium bekommen haben.“ Für ihn sei dies der Beleg dafür, dass die Schule eine „beruflich sehr gut vorgebildete Abiturientia“ entlasse. Aufgrund der erworbenen Kenntnisse hätten alle ideale Voraussetzungen, die weitere berufliche Ausbildung mit Bravour zu erledigen.

Und zum Thema „Spuren hinterlassen“ kann Ralf König ganz aktuell vermelden, dass eine Start up-Gruppe der Abiturienten bei der Bundessieger-Ehrung zum Deutschen Gründerpreis vor einigen Tagen von rund 850 teilnehmenden Gruppen den 9. Platz erreicht hat.    

„Angst ist in diesen Zeiten kein guter Ratgeber, denn den Mutigen gehört die Welt“, so formuliert es der stellvertretende Landrat Bernhard Hembrock in seinem Grußwort. Fußspuren gäben durchaus Orientierung, schwierig werde es jedoch, wenn man aus Angst immer nur in Fußspuren wandele. Denn dann könne man keine eigenen Spuren entstehen lassen und bleibe für immer und ewig eine Art getriebene Kopie. „Das Wirtschafts-Gymnasium der Kaufmännischen Schulen hat Sie gut vorbereitet, jetzt liegt es an Ihnen, Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten einzusetzen, um eigene Fußspuren zu hinterlassen“, formulierte Hembrock. „Und die Zuversicht, die Sie dabei ausstrahlen, sollte uns allen Mut machen.“

„Wehmütig, aber auch wahnsinnig stolz“ - so beschreibt Dana Thünemann den aktuellen Gemütszustand stellvertretend für die Eltern. Sie erinnere sich gut an die Anfangszeit, als die „kleinen Schultüten-Träger mit Zahnlücken vor der Schule standen.“ Sie erinnere sich an verlorene Mützen, vergessene Hausaufgaben, ständig wechselnde Frisuren und Haarfarben, aber auch an stundenlange Gespräche über die Frage: Was will ich werden? Aufmunternde Worte der Eltern in Schaffenskrisen und bei Versagensängsten und Lehrkräfte, die nicht nur Pädagogen, sondern als gute Kumpel jederzeit ansprechbar gewesen seien, hätten die Kinder auf dem langen Weg hinauf zum Sprungbrett ins Berufsleben begleitet: „Nun springt und hinterlasst eure eigenen Fußspuren.“

Philip Rotert als Jahrgangs-Stufensprecher meisterte den schwierigen Spagat zwischen lustigen Erinnerungen und nachdenklichen Worten mit Bravour. Und erhält gerade für Letztere viel Applaus. Rotert erinnert an die Klassen- und Bildungsfahrten, bei denen der Spaß und die Freude trotz des eigentlich ernsten und lehrreichen Hintergrundes nie zu kurz gekommen seien: „Und in gerade solchen Momenten, in denen wir über das Allgemeine hinausblicken können, merken wir gar nicht, wie gut wir es haben, solch eine Bildung genießen zu dürfen an einer Schule mit einem solchen Standard.“ Vielen Kindern bleibe Bildung verwehrt, 264 Millionen Kinder und Jugendliche seien 2015 ohne vernünftige Schulbildung gewesen, 60 Millionen hätten keine Grundschule besucht. „An dieser Stelle war es uns wichtig, einfach noch einmal allen ans Herz zu legen, dass wir dankbar sein sollten für das, was diese Schule uns bieten kann.“

Dankbar seien die Abiturienten aber auch für eine andere Erfahrung von Schule: Dass die Lehrerinnen und Lehrer auch mal vom Lehrplan abgewichen seien, um uns „die wichtigen Dinge im Leben zu präsentieren“. Als Beispiele nennt er die Terroranschläge oder die Flüchtlingskrise, die im Unterricht thematisiert worden seien. Eine Schule, die nicht nur Mathe, Deutsch und Englisch lehre, sondern auch in die Umgebung blicke, sei gut. Eine Schule, die international denke, noch viel besser, so Rotert. Aber eine Schule, die andere Länder, Religionen und Interessensgruppen in den Unterricht einbeziehe und auch emotionalen Themen Raum biete, auch wenn sie manchmal nur eine kleine Gruppe beträfen, die sei am besten. „Und da müssen wir jetzt einmal, ohne schleimen zu wollen, zugeben, dass unsere Schule genau in diese Kategorie gehört – zu den besten Schulen, die man sich vorstellen kann.“ Für diese Aussage gibt es Beifall.

Ebenso wie bei der Ausgabe der Abitur-Zeugnisse. Besonders geehrt wird Jennifer Lösch als Jahrgangs-Beste mit der Traumnote 1,0 und 849 von 900 Punkten. Auch Antonia Zintel und Inga Lüke schafften diese Note. Jennifer Lösch bekommt noch einen Buchpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für hervorragende Leistungen in Physik. Ein letzter Dank des Schulleiters geht an das Vorbereitungs-Team Sandra Overesch, Heike Beckersjürgen, Lars Farwick und Tim Strickrodt auf Schüler- und Simone Kessen und Silke Grove auf Lehrerseite. Und unter musikalischer Begleitung der Ex-Schülerin Anna Weniger geht es dann über zum Sektempfang und später zum Abiball – von nun an heißt es: Ab in die Wirtschaft.

G13A – Klassenlehrer Thomas Wienkamp

Name Vorname Wohnort
Ahlers Nils Hörstel
Dirksen Elisa Emsdetten
Eser Selim Bad Bentheim
Gehl Valentina Rheine
Hövel Lioba Maria Ibbenbüren
Hummeldorf Christina Angela Lingen
Kaul Dennis Rheine
Lammerskitten Jannis Emsdetten
Lösch Jennifer Anna Emsbüren
Lüke Inga Maria Emsdetten
Menn Christina Rheine
Multhoff Pia Wettringen
Ostermann Jamie Michelle Trier
Postmeier Marie Hörstel
Roling Simon Emsbüren
Siepert Daniel Klemens Greven
Tomzik Lena Neuenkirchen
Watson Jennifer Emsdetten
Wiesmann Lucia Hörstel
Willermann Nele Emsdetten
Zintel Antonia Emsbüren

 

G13B – Klassenlehrer Jürgen Rählmann

Name Vorname Wohnort
Arenskötter Jule Saerbeck
Biermann Timo Emsbüren
Celik Amir Rheine
Farwick Lars Emsdetten
Felchner Tom Emsdetten
Gerdes Jasmin Emsbüren
Hensmann Elisa Emsdetten
Jaspert Anna Saerbeck
Kötter Marvin Emsdetten
Pirling Louisa Marie Schüttorf
Rotert Philip Noel Emsdetten
Schäperklaus Nina Emsdetten
Streck Karina Rheine
Strickrodt Tim Emsdetten
Südhoff Johanna Maria Emsbüren

 

G13C – Klassenlehrer Rolf Tenambergen

Name Vorname Wohnort
Beckmann Jona Neuenkirchen
Dönmez Sinem Schüttorf
Giesbrecht Christina Michelle Rheine
Gude Daniel Johannes Neuenkirchen
Hartmann Anna-Katharina Emsdetten
Hebestreit Jasmin Schüttorf
Helm Alex Rheine
Iker Pia Pauline Emsdetten
Jaeger Tanja Rheine
Machill Nelly Jane Emsdetten
Pieper Niklas Emsdetten
Strahl Levin Neuenkirchen
Topp Timon Emsdetten
Türkel Asya Schüttorf
Vogel Luisa Marie Emsdetten

 

 G13D – Klassenlehrerin Verena Dohrmann

Name Vorname Wohnort
Acar Serpil Neuenkirchen
Beckersjürgen Heike Salzbergen
Beulting Vanessa Hörstel
Eden Patrick Salzbergen
Förg Julian Emsdetten
Große Maestrup Josephin Marie Neuenkirchen
Hille Mara Salzbergen
Jakobs Luis Emsdetten
Kemper Wilhelm Georg Emsdetten
Kersten Justus Karl Emsdetten
Koch Justus Wilhelm Odo Emsdetten
Maranhao Ferreira Fabio Emsdetten
Overesch Sandra Rheine
Schlegel Nadja Neuenkirchen
Selchow Henning Helmut Hörstel
Sprengel Anna Salzbergen
Stottrop Phillip Claus Emsdetten
Stüper Clara Hörstel
Thünemann Hanna Salzbergen

 

 

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