2014 - Lit Besuch 055 1He, w2014 Jugendbotschafter in Trkai IMG-20141015-WA0018 1as macht ihr eigentlich hier in dem niederländischen Borne auf dem Rheineplatz? -  Zwei  Jugendbotschafterinnen der Kaufmännischen Schulen nutzen dortige 3. Klimakonferenz zu einem Abstecher in die Partnerstadt von Rheine, die gemeinsam seit 30 Jahren eine Freundschaft pflegen. Die beiden litauischen Gäste und ihre Gastgeberinnen von unserem Wirtschaftsgymnasium waren auch dabei und nutzten den   internationalen Austausch. Besonders beeindruckte sie die Seniorenanlage Dijkhuis. Denn 1990 nach dem Ende der kommunistischen Gesellschaft stand auch das litauische Trakai vor der Aufgabe, den sozialen Bereich neu zu gestalten. Eine Demokratie muss auch für Kinder in Not, für Kranke und für Menschen mit Behinderungen die Voraussetzungen für ein menschenwürdiges Leben schaffen. Ein Blick in die aktuelle Ausstellung der VHS zeigt übrigens, wie gerade diese Gruppen unter den verbrecherischen Diktaturen Hitlers und Stalins gelitten haben.

Dies gilt auch für den Umgang mit pflegebedürftigen alten Menschen. Hier ist das Dijkhuis in Borne mit seiner Konzeption vorbildlich. Da Partner gemeinsam stark sind, helfen Caritas-Marienstift Rheine, Dijkhuis Borne und die Seniorenstiftung Bernburg bei der professionellen Weiterbildung der Altenpflegerinnen aus Trakai. Auch am Abschluss der Klimakonferenz nahmen die Jugendbotschafterinnen teil, weil er inhaltlich gut in ihr eigenes städtepartnerschaftliches Programm passte. Hierbei erfuhren sie z. B. vom Borner Energiemanager, dass die Wohnungsbaugesellschaft, die das Dijkhuis betreibt, auch zum Klimaschutz Vorbildliches leistet. Besonders interessant fanden sie den Workshop, wie die Partnerstädte ihre Bürger zum Mitmachen motivieren wollen, einen Beitrag zum Schutz des Klimas zu leisten. Die Beispiele ließen interessanter Weise einen viel weiter gefassten Klimabegriff erkennen. Alle waren sich darin einig, dass Politik und Verwaltung nicht von oben den Bürgern alles vorschreiben dürfen. Vielmehr sollten die Anregungen von unten kommen und die Bürger bei der Realisierung beratend und organisatorisch unterstützt werden. Ziel ist es, ein bürgerfreundliches Klima zu schaffen, das dazu anregt mitzumachen. Dies betrifft letztlich auch den Jugendaustausch. Am Anfang steht das persönliche Interesse, Partnerstädte kennen zu lernen. Dann werden sie bei der Realisierung von ihren Familien und Schulen, von ehrenamtlichen Mitgliedern und der Stadt unterstützt. Indem Jugendliche miteinander in Kontakt kommen, die Familien erleben, einiges über Kultur und Geschichte erfahren, entdecken sie, was Europa verbindet und was das Besondere der Partnerstädte ausmacht. Für die Jugendbotschafterinnen ist klar geworden, dass Europa– und Kommunalpolitik zusammengehören. Litauen und die Partnerstadt Trakai sind eng mit Europa verbunden. Diese Jugendlichen haben jetzt erlebt, wie wichtig Verständigung ist. Das macht Hoffnung für die Zukunft.

 

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