2015 Litauent12015 Litauent2Bereits am 10. Juni diesen Jahres besuchten uns die Litauer in Rheine und Emsbüren. Nun hieß es:,,Labas rytas Lietuva!“. Wir landeten bereits am Nachmittag des 06. Junis in Vilnius, wo uns die winterlichen Temperaturen empfingen. Nach der Begrüßung, fuhren wir zu unseren Gastfamilien und fanden uns abends bei einem Spaziergang in Lentvaris wieder. Dank der Minusgrade hieß es: Winterjacke, Schal und Handschuhe an und nicht zu bangen komplett zu erfrieren. Nach der ersten Nacht in unserem neuen Heim auf Zeit, erkundigten wir das Gymnasium in Lentvaris. Hier wurden wir herzlich von der Co-Rektorin in Empfang genommen.

2015 Litauent42015 Litauent5Die Deutschlehrerin, Nijole, half uns nicht nur hier bei der Übersetzung, sondern begleitete uns noch weitere Tage. Auch von den Schülern wurden wir offen begrüßt. Doch dort wurde schnell deutlich, dass Pünktlichkeit seitens der Schüler nicht groß geschrieben wird. Um den eisigen Temperaturen mal kurz zu entfliehen, gingen wir am späten Nachmittag in die Sauna. Wenn auch nicht ganz freiwillig, durften einige von uns den Pool dann auch noch von innen erkundigen – eisige Abkühlung. Am nächsten Morgen fuhren wir in die schöne Altstadt von Vilnius. Sehr auffällig waren hier die 42 noch sehr gut erhaltenen Kirchen, welche mit ihrer schönen Architektur einen Traum darstellten. In der Altstadt ließen sich auch Spuren von Deutschland vorfinden – die „deutsche Straße“. 

Nachzüglich liefen wir zur der Bergburg von Vilnius. Um nach oben zu gelangen, mussten wir jedoch gefühlte 1000 Stufen hinter uns lassen. Allerdings machte der wunderschöne Ausblick dies wieder gut. Anschließend begann der Marathon aus Shoppen, Bowlen und Eislaufen, was wir alles in einem Shoppingcenter vorfanden. Zum Abschluss saßen wir mit einer großen Familienpizza beisammen, die wir so bestimmt kein zweites Mal bestellen würden. Trotz des reichlichen Essens, gab es auf dem Heimweg wieder eine Menge süßer Snacks, obwohl zuhause noch das ,,richtige,, Essen auf uns wartete. Es stellte sich also schnell heraus, dass wir hier in Litauen ganz bestimmt nicht hungern müssen.
Am Donnerstag bekamen wir dann das volle Kulturprogramm. Zuerst ging es in das Verwaltungsgebäude Trakais, wo uns ein herzlicher Empfang erwartete. Nach kurzen Einblicken von Trakai, bekamen wir ein kleines Andenken und machten uns auf den Weg zum wunderschönen Gutshof. Beim Durchschlendern der Säale, ergab sich schnell der Wunsch, hier einmal seine Hochzeit zu feiern. Dieser zerplatzte jedoch direkt, als unsere Frage nach dem Preis beantwortet wurde. Von dort aus fuhren wir zum Engelshügel, wo wir ein Stück Heimat vorfanden – ein Engel aus Rheine. Danach führte uns unser Weg zum berühmten Wasserschloss, welches von einem großen See umschlungen wird. Das naturbelassene und traumhafte Panorama, welches wir hier vorfanden, ist wirklich eine zweite Reise wert.
2015 Litauent3Unser nächster Halt, das Alterszentrum. Freundlicherweise bereiteten die Frauen des Zentrums ein typisch, litauisches Essen vor. Beim nachfolgenden Tee erzählten sie uns von der starken Zusammenarbeit Trakais und Rheine. Denn Rheine half dieser Stadt sehr bei seiner Entwicklung, sei es durch Spenden oder Fortbildungen. Diese Hilfe ließ somit auch eine Behindertenwerkstatt entstehen, die wir auch besuchen durften. Abermals wurden wir herzlich mit Tee, Kaffee und einem kleinen Gastgeschenk empfangen. Am Abend feierten wir gemütlich mit litauischen Freunden unserer Austauschpartner. Hierbei wurde uns die Sprache näher gebracht, was trotz einiger Ausspracheschwierigkeiten sehr lehrreich war.
Schließlich hatten wir das Wochenende zur freien Verfügung, sodass vom schmerzhaften Paintball, Besichtigen eines Steindenkmals, Befahren der Sommerrodelbahn, bis hin zum Kartfahren keine Langeweile aufkam. Das anstrengende Wochenende ließen wir gemeinsam mit einem Film ausklingen.
Am vorletzten Tag besuchten wir dann noch das Gymnasium des Nachtbarortes Trakai, welches strengere Regeln als das zuvor besuchte Gymnasium zu Tage legte. Leider mussten wir nach der Schule bereits unsere Koffer packen, was den Tag der Abreise immer näher rücken ließ. Gemeinsam ließen wir den vorletzten Tag mit gemeinsamen Unternehmungen und reichlich Essen hinübergehen.
Am Dienstag, dem 13. Oktober mussten wir dann die Rückreise nach Deutschland antreten. Zuhause angekommen waren wir dann aber froh, ein paar Stunden Schlaf nachholen zu können.

Als Fazit lässt sich ziehen, dass Litauen ein sehr schönes Land mit vielen Sehenswürdigkeiten ist. Am besten gefiel uns die Naturbelassenheit des Landes, die vor allem im Trakai sehr deutlich wurde. Wir würden diesen Austausch immer weiterempfehlen, denn die Erfahrungen, die man in den verschiedensten Bereichen sammelt, sind immer eine Reise wert.

Johanna Kösters, Mareike Egbers und Jana Helming

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