2015 Europawoche Podiumsdiskussion222015 Europawoche Podiumsdiskussion46„Fremdsprachen, Fremdsprachen, Fremdsprachen" – hörte man immer wieder als Aufforderung an alle Schülerinnen und Schüler im großen Mehrzweckraum unserer Schule im Rahmen der Europawoche. „Lernen mitten in der EU" lautete das Thema der mitreißenden Podiumsdiskussion, die die Zuhörer auf die kommenden Herausforderungen des Arbeitsleben im kaufmännischen Bereich sensibilisieren sollte, wobei die Auslandserfahrung der Diskutanten eine wichtige Rolle spielte.

Durch das Programm führte als Moderator Herr Udo Röllenblech aus dem Team Europe. Mitunter interviewt wurde Stephan Greve, ehemaliger Schüler der Kaufmännischen Schulen und Rohwareneinkäufer der Teutoburger Ölmühle in Ibbenbüren, der begeisternd über drei Monate, die er in Rumänien verbracht hatte, berichtete. Er hat neben der Sprache auch die Kultur seiner Lieferanten kennen gelernt und festgestellt: „Wir Deutschen gucken oft nicht über den Tellerrand hinaus." Durch die Kommentare der Teilnehmer wird allen schnell klar, dass dafür Neugier, Offenheit und sogar ein wenig Pioniergeist erforderlich ist.

Sebastian Lammers, ebenfalls ehemaliger Schüler und angehender Lehrer, nannte einen von mehreren Gründen, warum ein interkulturelles Interesse heutzutage wichtig ist: „Wir können die geringe Arbeitslosigkeit in Deutschland nur weiterhin beibehalten, wenn wir mit anderen EU-Staaten zusammenarbeiten."
Bei den Schmitzwerken in Emsdetten haben sich die Ansprüche an Mitarbeiter und Praktikanten dementsprechend schon angepasst. Christine Korte, ebenfalls eine ehemalige Schülerin und Mitarbeiterin der Personalabteilung des erfolgreichen Unternehmens, erklärte: „Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen sind unumgänglich geworden." Dazu berichtete sie, dass die Vorstellungsgespräche in dem Unternehmen zum Teil auf Englisch verlaufen und die Azubis in der Regel ein Jahr ihrer Lehre im Ausland verbringen. Sie würden dann in einen der verschiedenen Vertriebsniederlassungen in Italien, Spanien oder einem anderen Land arbeiten. „Die Globalisierung macht vor nichts Halt", meint Korte hierzu.
Die Diskussion zeigte vor allem, dass die Schülerinnen und Schüler jetzt schon in den Genuss von Angeboten der Kaufmännischen Schulen kommen können, die sie auf die Ansprüche und Herausforderungen der exportorientierten Unternehmen vorbereiteten.
Eine Schülerin unseres Wirtschaftsgymnasiums nahm schon einige dieser Angebote in Anspruch. Pia Geisemann aus der G12 A hat neben einem Besuch einer Schülerakademie und Unterstützung eines Tourismusprojektes auch ein vierwöchiges Praktikum in Irland gemacht, dass über die Schule organisiert wird. „Man musste sich selbst im Ausland und in dem Unternehmen organisieren und orientieren. Man ist dadurch offener und selbstständiger geworden und die Hauptverkehrssprache war natürlich Englisch", fasste sie ihre einzigartige Erfahrung zusammen.
Sarah Schöneich, angehende Groß- und Außenhandelskauffrau und Schülerin der Berufsschule der KFM Schulen, spricht fließend Französisch und verbrachte drei erfolgreiche Wochen in Paris. Über die Schule bekam sie dort die Möglichkeit intensive Kurse der Außenhandelskammer im Bereich Business und Unternehmenskultur Frankreichs zu besuchen, wobei sie sich durch ihr Engagement schon ein Platz in einer weiteren Fortbildung der AHK sichern konnte. Während dieser Fortbildung würde sie dann für ein ganzes Jahr in einem Pariser Unternehmen arbeiten und dort leben. „Diese Mobilität innerhalb der EU für die Unternehmen, so dass man über die Grenzen hinausgehen kann, ist nur vom Vorteil", sagte Sarah begeisternd und empfahl den Schülern, die Chancen, um Auslandserfahrung zu sammeln, zu ergreifen.
Greve von der Teutoburger Ölmühle riet den Schülern außerdem: „Man sollte den Mut haben Englisch zu sprechen und auch anzuwenden, denn es geht nur über „learning by doing".

Kira Joy Dellert

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