2019 Klettern in Europa11

2019 Klettern in Europa32019 Klettern in Europa9Am 02.07.2019 hieß es für 15 Schüler*innen der KFM Schulen wieder Abfahrt in Richtung Karwendel und Wettersteingebirge, mit von der Partie waren nicht nur wir Schüler*innen, sondern auch Frau Behne, Herr Maasen und nicht zu vergessen Bergführer Andi. Anders als bei vorherigen Klassenfahrten ging es nicht mit Koffer und reichlich Klamotten los, sondern nur mit den nötigsten Sachen, gepackt in einem Rucksack mit ca. 30 Liter Fassungsvermögen, was für die meisten bereits die erste Herausforderung darstellte.

Los ging es am Dienstagmorgen in der Früh um 6 Uhr in Rheine, mit dem Zug nach Mittenwald. Nach der Ankunft gegen 15 Uhr ging es direkt spannend los, wir bekamen unsere Kletterausrüstung und eine kurze Einweisung und dann ging es auch schon direkt auf den Berg. Wir machten uns auf den Weg zur Brunnsteinhütte, den wir in Rekordzeit zurücklegten. Oben angekommen, mussten wir feststellen, dass wir auf Duschen und normale Toiletten wohl verzichten müssen. Stattdessen gab es kaltes Wasser und Trockentoiletten, aber nachdem wir uns daran gewöhnt und leckeres Abendessen bekommen hatten, war auch das kein Problem mehr. Die Brunnsteinhütte ist ein Beispiel für eine nachhaltige Selbstversorger-Hütte, da sie vollkommen autark ist und nur lokale Produkte anbietet. Der erste Tag ging somit schnell zu Ende, da alle von der langen Reise und dem Anstieg geschafft aber auch fasziniert waren.
2019 Klettern in Europa42019 Klettern in Europa5Am zweiten Morgen wartete ein frühes Frühstück sowie der erste richtige Klettertag auf uns. Wir machten uns von der Brunnsteinhütte aus auf den Weg Richtung Westliche Karwendelspitze (2384m), wo ein sehr anspruchsvoller Klettersteig vor uns lag. Bei diesem gingen einige mit Sicherheit an ihre Grenzen und meisterten ihn trotzdem erfolgreich. Weiter ging es mit einem leckeren Mittagessen an der Bergstation, von der wir mit der Gondel wieder ins Tal fuhren. Von dort ging es weiter mit dem Zug nach Garmisch-Patenkirchen, wo wir unsere Wanderung durch das Höllental, eine spektakuläre Klamm, zur Höllentalangerhütte starteten, in der wir nach weiteren 600 Höhenmetern unsere zweite Nacht verbrachten.
Der dritte Tag brach erneut früh und mit super Wetter an. An diesem Tag führte Andi uns zum höchsten Punkt Deutschlands – der Zugspitze (2962 m). Eine abenteuerliche und anstrengende Tour wartete auf uns, die mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt wurde. Da die Zugspitze auch mit der Gondel zu erreichen ist, „wimmelte“ es hier oben natürlich von Touristen. Der Weg brachte einige Abenteuer mit sich, wie zum Beispiel das „Geröllrutschen“, was bei allen nach erstem Misstrauen und Angst große Begeisterung weckte, oder einige Schneefelder, die wir mit Seil passieren mussten. Runter ging es dann letztendlich mit der Tiroler Zugspitzbahn und anschließend mit der Gondel wieder hoch zum Kreuzeckhaus, in dem wir die dritte und vierte Nacht verbrachten. So endete der dritte Tag sehr entspannt und alle waren immer noch fasziniert, bester Laune und freuten sich auf den letzten Tag.
Der vierte und letzte volle Tag hielt noch ein weiteres großes Abenteuer für uns bereit – die Alpspitze (2628 m) – eine Tagestour mit vielen Klettersteigen und Action, die alle begeisterte. Ein Highlight war mit Sicherheit das Balancieren auf einem Seil, weit über dem Tal, dem Mauerläuferklettersteig, was den Adrenalinspiegel erneut deutlich nach oben schießen ließ. Nach langer Tour ließen wir uns ein ausgiebiges Mittagessen nicht nehmen und machten uns voll motiviert auf den Rückweg zum Kreuzeckhaus, natürlich zu Fuß... Den letzten Abend ließen wir gemeinsam auf der Hütte ausklingen, bevor wir uns am nächsten Morgen auf den langen Heimweg begeben mussten. Alle waren sich einig, dass diese Klettertour ein unvergessliches Erlebnis war! Danke Andi!!!

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Geschrieben von Markus Höfker und Anna Stermann

 

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