Gedenkstättenfahrten

2016 Zeitzeugin Kretz6Wie oft sagt man schon: „Ich kann nicht mehr“? Ganz gleich, ob es ein Jugendlicher ist, der mit all seinen Problemen zu kämpfen hat, oder ein Erwachsener, der ein stressiges Leben führt. Wir alle glauben immer, das Schicksal hat uns am Schlimmsten getroffen und meint es alles andere als gut mit uns. Aber gerade in der heutigen Zeit sind wir Menschen viel zu verwöhnt, um zu merken, was für ein schönes Leben wir eigentlich führen.

Diese Erkenntnis hat auch mich getroffen, als uns Henriette Kretz an ihrer Geschichte teilhaben ließ. Es war eine Geschichte voller Hass, Ausgrenzung und Verurteilung, die ihr frühes Leben gekennzeichnet hat. Zu früh, wenn man bedenkt, dass sie bereits mit fünfeinhalb Jahren das Wort „Krieg“ kennenlernte und dessen Sinn dahinter verstand. Zu früh, wenn man bedenkt, dass sie mit acht Jahren lieber vor Hunger sterben wollte, als von Menschen erschossen zu werden, die nicht das Recht dazu hatten.

Müssen wir uns, als dritte Generation mit der weit zurückliegenden Geschichte beschäftigen, um sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen?

2016 Auschwitzfahrt12016 Auschwitzfahrt3Wir, eine Gruppe aus 22 Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Vollzeit- und Berufsschulbildungsgängen unserer Schule, haben uns vom 1. bis 5. Februar 2016 zusammen mit den Lehrern Cathrin Fielers, Elke Simon und Markus Doerr auf den Weg nach Auschwitz gemacht, um hinter die Kulissen der Konzentrationslager Stammlager I und Birkenau zu schauen. Doch nicht nur dort haben wir etwas über jene grausame Vergangenheit erfahren, sondern auch in Krakau, unserem zweiten Reiseziel. Diese Fahrt wurde dankenswerter Weise großzügig gefördert durch die Bethe Stiftung, das IBB und auch durch den Förderverein unserer Schule.

Gedenkstättenleiterin sprach über Zwangssterilisation und Euthanasie

2015 Gastvortrag Gedenkstätte Polen32015 Gastvortrag Gedenkstätte Polen1„Dass das Unkraut vernichtet werde...“, so lautete der Titel eines Vortrages, den Dr. Ute Hoffmann an unserer Schule über die Euthanasie-Gedenkstätte in Rheines Partnerstadt Bernburg hielt. In deren Gaskammer fanden mehr als 14. 000 Menschen einen gewaltsamen Tod. Begrüßt wurde die Leiterin der Gedenkstätte für die Opfer der NS „Euthanasie“ in Bernburg von unserem ehemaligen Schulleiter Clemens Schöpker, der im Namen des Städtepartnerschaftsvereins sprach.

Vorbereitung auf die Fahrt nach Auschwitz

2015 Besuch Esterwegen2„Hier in dieser öden Heide ist das Lager aufgebaut, wo wir fern von jeder Freude hinter Stacheldraht verstaut.“ Das Lied von den Moorsoldaten hatten die 23 Schülerinnen und Schüler der Kaufmännischen Schulen und die drei begleitenden Lehrer Cathrin Fielers, Elke Simon und Markus Doerr noch im Ohr, als sie mit Frietjof Ausländer, von der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Esterwegen, über die ehemalige Lagerstraße gingen. Und obwohl die Baracken und die Wachtürme längst abgebaut sind, erzeugte das, was sie erfuhren, Gänsehaut.

2015 Ausstellung Ausschwitz12015 Ausstellung Ausschwitz2„Eigentlich müsste jeder Schüler einmal hinfahren“, sagt Selina Heinz aus der G 12 C der Kaufmännischen Schulen nachdenklich. Sie muss es wissen, denn sie war im Februar dabei, als insgesamt 24 Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 12 des Wirtschaftsgymnasiums und Oberstufe der Höheren Handelsschule mit ihren Lehrerinnen Cathrin Fielers und Elke Simon sowie Pädagoge Markus Doerr eine Woche lang das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz und die polnische Stadt Krakau besuchten. Es sind bleibende Eindrücke, die die Teilnehmer der Fahrt dort gewonnen haben. Foto li.: „Dass es in Erinnerung bleibe...“, so heißt die Dauerausstellung zum Holocaust, die jetzt bei uns von nun an zu sehen ist. Foto re.: Hausmeister Klaus Kösters bringt den Bildschirm an, auf dem der Film mit den Eindrücken aus dem Lager zu sehen ist.

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