2017 Europass10Einmal Cork – öfter Cork. Das zumindest gilt für Nicole Kastowski aus der Jahrgangsstufe 13 des Wirtschaftsgymnasiums. Das vierwöchige Praktikum in der zweitgrößten Stadt Irlands hat ihr so gut gefallen, dass sie in einigen Wochen wieder in den Flieger Richtung grüne Insel steigt. „Ich habe dort Freunde fürs Leben gefunden“, freut sich unsere Schülerin schon jetzt auf das Wiedersehen. Diese enge deutsch-irische Bindung ist sicher außergewöhnlich, aber auch die anderen neun Schülerinnen, die in Cork ihr Auslandspraktikum absolvierten, ziehen ein positives Fazit: „Das hat echt was gebracht.“

Das gilt ebenso für Patrick Wolff, der wichtige Berufs- und Lebenserfahrungen in Sevilla machen durfte. Allen überreichte Schulleiter Ralf König den EuroPass – und damit vielleicht eine entscheidende Eintrittskarte ins Berufsleben.
Denn wer dieses Zertifikat in Händen hält, wird – das ist nachgewiesen – häufiger zu Bewerbungs-Gesprächen eingeladen als andere. Somit steigen die Chancen bei der gewünschten Berufs- und Studienwahl ganz erheblich. „Wir als Europaschule legen großen Wert darauf, dass unsere Schülerinnen und Schüler während ihrer Zeit an unserer Schule über den deutschen Tellerrand blicken und Arbeitsprozesse in ausländischen Unternehmen kennen lernen“, sagt Lehrerin Eva Brockmann-Könemann. Und freut sich als Englischlehrerin natürlich über die Verbesserung der Sprachfähigkeiten. Denn das Anwenden von beruflichem Englisch ist eine der Voraussetzungen für den Europass, einem offiziellen Dokument der Europäischen Kommission, das im Rahmen des EU-Programms „Erasmus+“ vergeben wird.
Im Gespräch mit dem Schulleiter, selbst Englisch-Lehrer, berichten alle mit Begeisterung von ihren Erfahrungen. Eine andere Mentalität, ein anderes Land kennen zu lernen, das sei schon eine interessante, durchaus prägende Erfahrung gewesen. „Ich wäre auch noch länger dageblieben“, meint Linda Grabowski. Heimweh? Keine Spur. Das Leben gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus anderen Ländern in Wohngemeinschaften öffnete die Horizonte für andere Denk- und Lebensweisen. Weltoffenheit nennt man das wohl. Im Rahmen dieser von den Kaufmännischen Schulen regelmäßig vermittelten Aufenthalte in Cork wird Europa greifbar – und als Arbeitsplatz interessant. Das gilt auch für das Praktikum von Patrick im sonnigen Sevilla, bei dem die Schule ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite stand.
Mit den Iren selbst kamen die Schülerinnen aus Rheine schnell ins Gespräch. Sei es mit dem Taxifahrer, der über Kanzlerin Merkel hergezogen habe, oder mit Arbeitskollegen, die die Arbeitshaltung der Deutschen lobten oder das Pfandflaschen-System. In den Unternehmen sei man vor allem auch sehr an Flüchtlingsfragen interessiert gewesen. Natürlich: der Brexit war eines der heiß diskutierten Themen überhaupt auf der Insel. Die Gespräche in den Unternehmen brachten fachliche Einblicke in Betriebsorganisation, Absatzstrukturen oder Herstellungsweisen unterschiedlicher Produkte.
Mit vielen Eindrücken und Erfahrungen fürs kommende Privat- und Berufsleben im Gepäck kamen alle schließlich wohlbehalten zurück. Und manche fahren bald wieder. Wie Nicole. Oder Mareike Egbers: „Ich lerne gerade Russisch.“ Ihr nächstes Ziel ist St. Petersburg. Wie gesagt: Einmal unterwegs – öfter unterwegs.
Den Europass bekamen: Mareike Egbers, Mareike Flaschka, Jessica Friedewald, Linda Grabowski, Sophie Hatger, Jana Helming, Alexandra Hohnhorst, Nicole Kastowski, Darlene Ottenjann, Elena Wissing und Patrick Wolff.

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