2019 Europass3Besser geht Berufswahl nicht. Zumindest nicht für Hannah Helming. Denn die Schülerin absolvierte ihr Auslands-Praktikum in einer Reiseagentur im irischen Cork. „Das war sehr interessant und inspirierend für mich“, fasst sie ihre Eindrücke zusammen. Der Aufenthalt auf der grünen Insel gab ihr schließlich den letzten Kick für die endgültige Wahl ihres Traumberufes. Nach dem Abitur startet sie ihre Ausbildung als Tourismus-Kauffrau. Hannah ist eine von 16 Schülerinnen und Schülern, die von Fachlehrerin Eva Brockmann-Könemann und Schulleiter Ralf König den Europass überreicht bekamen. Damit aber nicht genug. Französisch-Pädagogin Sarah Baumann übergab in einer Feierstunde außerdem drei Mal das DELF-Zertifikat (Diplôme d’études de langue franҫaise).

 

Sehr zur Freude von Ralf König, der als Leiter der „Europaschule“ auf die große Bedeutung von von Sprachkompetenzen für die berufliche Karriere hinwies. Trotz Brexit sei Englisch nach wie vor die Weltsprache schlechthin. Und wer bei einem international tätigen Unternehmen arbeiten wolle, der komme auch um die französische Sprache oft nicht herum: „Das gilt nicht nur für wirtschaftliche Beziehungen mit dem Nachbarland, sondern auch zum Beispiel für wirtschaftliche Kontakte mit Afrika.“ Beide Zertifikate, der Europass als offizielles Dokument der Europäischen Kommission, und die DELF-Urkunde als offizieller Nachweis der Französisch-Kenntnisse, können also die entscheidende Eintrittskarte sein für den erfolgreichen Einstieg in ein Berufsleben (auf internationaler Ebene).

Als Englisch- und Spanisch-Lehrer ist unser Schulleiter immer auch an den Erlebnissen der Schülerinnen und Schüler interessiert. So fragte er nach der Qualität der Ausbildungsbetriebe, nach Erfahrungen mit den ausländischen Arbeitskollegen, aber auch mit den Iren und Engländern. Denn ein Auslands-Aufenthalt ist immer auch verbunden mit dem Sammeln von oft nachhaltigen Eindrücken.

Bojan Bera fand das Arbeiten in London sehr angenehm. Sein Unternehmen, eine Marketing-Agentur, lag etwas außerhalb des Zentrums und verfügt über Standorte auch in Deutschland und den USA. Bojan wurde mit verantwortungsvollen Aufgaben betraut, hielt engen Kontakt mit eigenen Klienten, durfte Projekte betreuen und stellte dabei fest, dass er perfekt auf Kenntnisse aus dem BWL-Unterricht zurückgreifen konnte. Die London-Connection besteht auch heute noch. „Ich kann mir durchaus vorstellen, mich später mal um einen Job dort zu bewerben, vielleicht am Standort München.“

Lea Peitschmeyer war in der Buchhaltung eingesetzt und erledigte ebenfalls Aufgaben mit klarem BWL-Bezug, z. B. Rechnungen buchen. Sie hat hin und wieder noch Kontakt zu den Ex-Kollegen und kann sich vorstellen, in der Zukunft vielleicht auch mal im Ausland zu arbeiten. Für Ida Leuermann lag der Gewinn des Aufenthaltes darin, am Arbeitsplatz viel Englisch gesprochen zu haben, was ihr im Unterricht nun zu Gute kommt. Viel an Sprachsicherheit hat auch Miriam Sander gewonnen bei ihrem Praktikum in einer Kunstgalerie, in der viel kommuniziert wurde und in der „ich mich sehr wohlgefühlt habe“.

Doch während der Praktika sehen die „Europareisenden“ mehr als nur die Büroräume ihrer Unternehmen. So entdeckte Katharina Riemer in Irland bei bestem Wetter die Cliffs of Moher und ist noch heute beeindruckt: „spektakulär, krass schön“. Katharina erzählte von den Rangern, die dort aufpassen, dass keiner zu nah an den Rand der Klippen geht. Leonie Oebbeke empfand London als „sehr laut“, aber sie kam dort gut klar. Nach den Erfahrungen kann sie sich gut vorstellen, einmal in einer Großstadt zu leben. Lara Mansfeld auch: „Aber nur vorübergehend.“

Sie absolvierten ein Praktikum in Cork oder London und bekamen den Euro-Pass: Bojan Bera, Elisa Marie Caffier, Hannah Helming, Charlotte Kögler, Ida Leuermann, Diandra Lopes Alves, Lara Mansfeld, Leonie Neuhaus, Leonie Oebbeke, Lea Peitschmeier, Katharina Riemer, Carolin Sander, Miriam Sander, Sophie Schürmann, Diogo Torres (alle Klasse 13A) sowie Leonie Wintering (Höhere Handelsschule). Zusätzlich erwarben Carolin und Miriam Sander das DELF-Zertifikat ebenso wie Simay Sengül (13D), die aber kein Auslands-Praktikum absolviert hat.

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok